Facebook-Seiten als direkter Draht zu großen Unternehmen

Möchte man große Unternehmen oder Konzerne kontaktieren, hat man verschiedene Möglichkeiten. Auf der Firmen-Website findet man Kontaktformulare, Service-Hotlines oder allgemeine Emailadressen. Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder sehr gute Erfahrungen mit dem Kontaktversuch über die Facebook-Seite gemacht.

Denn da lande ich nicht bei geschulten Sachbearbeitern, sondern direkt bei motivierten und an Kontakt interessierten Mitarbeitern der Marketing-Abteilung. Über diesen Weg wurden mir schon oft meine Fragen kompetent und schnell beantwortet. 🙂 Vorreiter ist übrigens die Bahn oder Telekom.

Schade finde ich da, dass zum Beispiel Politiker wie die Bundeskanzlerin oder Parteien wie die CDU sich komplett abschirmen. Hier kann man noch nicht einmal einen Beitrag auf deren Seite posten.

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Sessionplan für das Wordcamp 2015 in Köln als Google Kalender oder iCal-Import

Logo Wordpress Camp in Köln
Logo Wordpress Camp in Köln

Am kommenden Wochenende findet das Wordcamp 2015 in Köln statt. Unter https://cologne.wordcamp.org/2015/sessions/ ist der aktuelle Sessionplan veröffentlicht. Ich habe diesen in einen separaten Google Kalender übertragen. So kann man sich alle Termine inklusive der jeweiligen Orte in den eigenen Kalender importieren.

Während des WordCamps versuche ich den Kalender so aktuell wie möglich zu halten. 🙂

Hier die Links zu den Kalendern:

Review zum „Instagram-Marketing“ Workshop im Basecamp Berlin

Jan Firsching von FutureBiz zeigt im dritten Teil des Workshops „Content Marketing“ im BaseCamp Berlin Trends von Instagram. In einem Zitat prophezeit er, dass in 2017 Instagram das facebook von heute sein wird.

Instagram ist eine sehr aktive Plattform, welche hauptsächlich auf dem Smartphone funktioniert. Daher müssen die Fotos emotional sein. Man darf Posts nicht einfach von anderen Plattformen kopieren. Hashtags spielen eine sehr große Rolle. Instagram gibt es übrigens nicht für das Windows-Phone.

Tipps:

  • Hash-Tags (z.B. #whatsbeef)
    • steigern die Interaktionsrate
    • verlängert die Halbwertszeit
    • nach Hashtags kann gesucht werden
    • Hashtags identifizieren Inhalte von Unternehmen
    • maximal 10 Hashtags benutzen
    • Zeichenlänge eines Hashtags 6 bis 20 Zeichen
    • Tool für Hash-Tag-Recherche: https://ritetag.com/ (Hinweis: Umlaute funktionieren nicht.)
  • Influencer
    • bezahlte Influencer taggen Posts mit dem Hashtag #ad
    • Bilder von Nutzern weiterverwenden und zeigen, dass es von einem Nutzer ist.
  • Content
    • Smartphone-Fotos verwenden
    • Filter nutzen
    • mit Nutzern interagieren
    • Fotos von Fans auf der eigenen Website integrieren
    • Hashtags für Kampagnen nutzen
    • keine Stock-Fotos nutzen!!!
  • Richtlinien für Kampagnen
    • Teilnahme-Bedingungen & Datenschutzrichtlinien verlinken
    • Man muss klarstellen, dass Instagram nichts mit den Inhalten der Kampagne zu tun hat.

Best Practise Links:

Links zum Veranstalter FutureBiz:

Linkliste englisch-sprachige Literatur „Intstagram Marketing“:

Linkliste deutsch-sprachige Literatur „Instagram Marketing“:

Review des Workshop „Pinterest-Marketing“ mit Andreas Bersch im BaseCamp Berlin

Vorüberlegungen

Bevor man startet, sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Sind meine Kunden schon auf Pinterest?
  • Aktuell gibt es keine Ads. Wie bekomme ich also Reichweite?
  • Welche Vorteile bietet Pinterest gegenüber Facebook und Twitter? Sind andere Plattformen vielleicht besser geeignet?

Funktionsweise:

Bei Pinterest wird die URL einer Website geteilt. Dabei werden Inhalte der Website (URL, Text, Bilder) in einem sogenannten Pin aufgefüllt.

Beispiel:

Best-Practice Beispiele:

Aktuell gibt es wenig gute deutsche Kampagnen auf Pinterest. Hier vier der wenigen Beispiele:

Suche- & Profil-Optimierung:

Basis einer eigenen Kampagne sollte ein gut gepflegtes Profil sein. Im Rahmen einer Analyse stellt man folgende Fragen:

  • Wonach sucht bzw. stöbert der Kunde?
  • Welche Themen sind relevant? (träumen, suchen, Inspiration, planen)

Strategie einer Kampagne entwickeln:

Ähnlich wie bei der Content Strategie sind folgende Schritte für den Aufbau einer Pinterest-Strategie empfehlenswert:

  • Themenfelder erarbeiten
  • Keywordliste erstellen
  • Bildmaterial optimieren

Reichweiten-Aufbau:

Um Reichweite bei Pinterest zu erzeugen, gibt es aktuell zwei Wege:

  • Owned: Website, Blog, Newsletter
  • Earned: aktives Community Managment
  • Payed: Aktuell kann man leider keine bezahlte Reichweite auf Pinterest schalten. Andreas Bersch von FutureBiz rechnet aber damit, dass es diese Möglichkeit mittelfristig geben wird.

Analyse von Kampagnen:

Fazit:

  • Ohne Payed-Media ist der Kampagnen-Aufbau aktuell noch schwierig.
  • Die Kampagne muss eng an die Pinterest Mechaniken anknüpfen.
  • Die Bildsprache und Tonalität ist sehr wichtig.

Tipps:

  • Freigestellte Produkt-Bilder funktionieren nicht gut. Man sollte besser Vollformat-Bilder nutzen.
  • Gesichter & Menschen funktionieren ebenfalls nicht so gut. Pinterest ist offenbar eine Plattform der Dinge und nicht der Menschen.
  • Unbedingt sollte man den „Pin it Button“ auf der eigenen Website integrieren. Nur so können Besucher leicht einen eigenen Pin erzeugen.
  • Zum Start sollte man ein solides Profil aufbauen.

Links zum Veranstalter FutureBiz:

Literatur-Liste „Pinterest Marketing“:

Review „Social Media Strategieworkshop“ im BaseCamp Berlin

Das BaseCamp in Berlin ist gut gefüllt und die Stühle werden knapp. Geschätzt knapp 100 Online-Marketing-Interessierte warten auf die Worte von Andreas Bersch von FutureBiz.

Das erste Thema heißt Contentmarketing. Aktuell ist es ein Mega Buzz Word. Hintergrund soll vor allem die Vermarktung der eigenen Plattform sein. Denn bei Facebook sind wir nur Mieter und nicht Herr unserer Daten. Daher sollten eigene Kanäle bevorzugt werden. Doch wie bekommen wir den Nutzer auf die eigene Plattform und wie binden wir ihn? Hier spielt der Content eine wichtige Rolle. Dabei muss man die Angler-Position verlassen und die Fisch-Perspektive einnehmen.

Phase 1: Informationsbeschaffung (Der Kunde steht vor dem Schaufenster.)

  • Interessent sucht nach Lösungen
  • in dieser Phase steht das Bedürfnis des Kunden im Mittelpunkt, nicht das eigene Produkt
  • hier beginnt die Costumer Journey
  • am Anfang steht die Google-Suche oder Gespräche (Online- oder Offline)
  • in dieser Phase ist der zukünftige Kunde meist noch nicht bereit für den Kauf
  • in dieser Phase sind Themenportale die Konkurrenz der Hersteller (Suchwort „Kuchen backen“ – Chefkoch)
  • Fragen, welche man sich stellen kann:
    • Welche Themen passen zu mir?
    • Welche Themen sind jetzt gefragt?
    • Wo habe ich überhaupt Chancen? Wo sind meine Content-Nischen?

Phase 2: Selektierung der Lösungen (Der Kunde betritt den Laden und sucht Informationen & Beratung.)

  • Interessent sucht mehr Informationen und informieren
  • Vorsicht! Das zarte Interesse sollte nicht gleich wieder zerstört werden.
  • Beratung leisten und Information
  • Vergleich zur realen Situation „Der Kunde betritt den Laden“
  • In dieser Phase bietet sich der Story-Telling-Ansatz an:
    • Geschichten rund um die Produktverwendung
    • unterhalten & informieren
    • textliche Lösungen sind gut,aber nicht perfekt / besser sind Erklär-Videos bzw. Tutorials
    • schafft einen Kaufanreiz
    • Texte sind trotzdem für die SEO wichtig

Phase 3: Kaufphase (Kunde wählt zwischen verschiedenen Lösungen und entscheidet sich.)

  • Informationen können eine Entscheidungshilfe bieten.

Phase 4: Aftersales (Kunde hat gekauft und benutzt das Produkt das erste Mal.)

  • Dem Kunden durch Erklär-Videos bzw. Video-Tutorials Hilfe beim Start anbieten. Hier kann man sich als Hersteller sehr gut platzieren.
  • Auch an dieser Stelle muss man kundenorientiert arbeiten.
  • Wichtig: Die meisten Kunden kontaktieren bei Problemen den Hersteller, obwohl der Händler Ansprechpartner wäre. Daher ist der Bereich Service und Support ein Hersteller-Thema.
  • Hilfreiche Frage: Wie kann man es dem Kunden leicht machen, das Produkt zu nutzen?

Phase 5: Bindung (Das Problem des Kunden ist gelöst. Hersteller wird zum kompetenten Begleiter.)

  • In dieser Phase sollte man sich weiter mit den Bedürfnissen des Kunden beschäftigen und ähnliche Lösungen anbieten. (Beispiel: Rasenmäher – Blumen anpflanzen)

Phase 6: Empfehlung (Der Kunde spricht mit anderen Kunden über die Produkte)

  • Kunden-Community auf den Websiten der Hersteller.

Tipps für die Entwicklung einer Content Marketing Strategie

Die Entwicklung einer Strategie kann je nach der Unternehmensgröße verschieden lang dauern. Folgende Schritte sollten dabei beachtet werden.

  • Ziele & Zielgruppen: Zum Beginn muss unbedingt der Kunde im Mittelpunkt stellen. (Angler-Fisch Perspektive beachten)
    • Wer ist die Zielgruppe?
    • Welche Themen interessieren die Zielgruppe?
  • Analyse:
    • Stärken betrachten (Was wissen unsere Mitarbeiter?)
    • Schwächen („langweiliges“ Produktumfeld kann eine Chance sein, Rückhalt in der Geschäftsführung, Image, Ressourcen, Glaubwürdigkeit)
    • Wettbewerb (Wie stark ist der Wettbewerb? Welche Nischen existieren?)
  • Optionen:
    • In dieser Phase ist alles erlaubt und erforderlich! Bewertet werden die Optionen in der nächsten Phase.
  • Bewertung:
    • Bewertungsmatrix erstellen (x = Kompetenz der Marke, y = Interesse der Community)
    • Keywordliste erstellen und mit SEO-Tools bewerten (Chancen, Wettwerb, Suchvolumen)
  • Themenplan:
    • Themenfelder ordnen
    • Resscourcen hinterlegen
    • Kanäle zuordnen (nicht alle Posts sind für alle Kanäle geeignet)
    • Zuständigkeiten definieren
    • Basis für Redaktionspläne
  • Content Produktion:
    • Bild
    • Bewegtbild / Video
    • SEO
    • Storytelling
  • Content Verbereitung:
    • SEO
    • Social Media
    • Social Ads
    • Seeding
    • Newsletter
  • Content Managment:
    • Orga
    • zentrale Aufbereitung
    • Redaktionsplanung
    • KPI Reporting
  • KPI:
    • Reichtweite: Page Impressions, Leads
    • Sichtbarkeit: Keyword-Entwicklung, Incoming,
    • Social Media: Fans, Follower, Reichweite, Interaktionen, Mentions
  • Reporting

Fazit Content Marketing:

  • Lassen Sie sich nicht verunsichern. Grundsätzlich ist das Thema nicht neu.
  • Richten Sie sich am Costumer Journey aus.
  • Arbeiten Sie immer eng am Kunden!!! Nehmen Sie die Fisch-Perspektive ein.

Best Practise Beispiele:

Links zum Veranstalter FutureBiz:

Literatur-Liste „Content Marketing“:

20-1 Jahre Teamgeist