Review „Social Media Strategieworkshop“ im BaseCamp Berlin

Das BaseCamp in Berlin ist gut gefüllt und die Stühle werden knapp. Geschätzt knapp 100 Online-Marketing-Interessierte warten auf die Worte von Andreas Bersch von FutureBiz.

Das erste Thema heißt Contentmarketing. Aktuell ist es ein Mega Buzz Word. Hintergrund soll vor allem die Vermarktung der eigenen Plattform sein. Denn bei Facebook sind wir nur Mieter und nicht Herr unserer Daten. Daher sollten eigene Kanäle bevorzugt werden. Doch wie bekommen wir den Nutzer auf die eigene Plattform und wie binden wir ihn? Hier spielt der Content eine wichtige Rolle. Dabei muss man die Angler-Position verlassen und die Fisch-Perspektive einnehmen.

Phase 1: Informationsbeschaffung (Der Kunde steht vor dem Schaufenster.)

  • Interessent sucht nach Lösungen
  • in dieser Phase steht das Bedürfnis des Kunden im Mittelpunkt, nicht das eigene Produkt
  • hier beginnt die Costumer Journey
  • am Anfang steht die Google-Suche oder Gespräche (Online- oder Offline)
  • in dieser Phase ist der zukünftige Kunde meist noch nicht bereit für den Kauf
  • in dieser Phase sind Themenportale die Konkurrenz der Hersteller (Suchwort „Kuchen backen“ – Chefkoch)
  • Fragen, welche man sich stellen kann:
    • Welche Themen passen zu mir?
    • Welche Themen sind jetzt gefragt?
    • Wo habe ich überhaupt Chancen? Wo sind meine Content-Nischen?

Phase 2: Selektierung der Lösungen (Der Kunde betritt den Laden und sucht Informationen & Beratung.)

  • Interessent sucht mehr Informationen und informieren
  • Vorsicht! Das zarte Interesse sollte nicht gleich wieder zerstört werden.
  • Beratung leisten und Information
  • Vergleich zur realen Situation „Der Kunde betritt den Laden“
  • In dieser Phase bietet sich der Story-Telling-Ansatz an:
    • Geschichten rund um die Produktverwendung
    • unterhalten & informieren
    • textliche Lösungen sind gut,aber nicht perfekt / besser sind Erklär-Videos bzw. Tutorials
    • schafft einen Kaufanreiz
    • Texte sind trotzdem für die SEO wichtig

Phase 3: Kaufphase (Kunde wählt zwischen verschiedenen Lösungen und entscheidet sich.)

  • Informationen können eine Entscheidungshilfe bieten.

Phase 4: Aftersales (Kunde hat gekauft und benutzt das Produkt das erste Mal.)

  • Dem Kunden durch Erklär-Videos bzw. Video-Tutorials Hilfe beim Start anbieten. Hier kann man sich als Hersteller sehr gut platzieren.
  • Auch an dieser Stelle muss man kundenorientiert arbeiten.
  • Wichtig: Die meisten Kunden kontaktieren bei Problemen den Hersteller, obwohl der Händler Ansprechpartner wäre. Daher ist der Bereich Service und Support ein Hersteller-Thema.
  • Hilfreiche Frage: Wie kann man es dem Kunden leicht machen, das Produkt zu nutzen?

Phase 5: Bindung (Das Problem des Kunden ist gelöst. Hersteller wird zum kompetenten Begleiter.)

  • In dieser Phase sollte man sich weiter mit den Bedürfnissen des Kunden beschäftigen und ähnliche Lösungen anbieten. (Beispiel: Rasenmäher – Blumen anpflanzen)

Phase 6: Empfehlung (Der Kunde spricht mit anderen Kunden über die Produkte)

  • Kunden-Community auf den Websiten der Hersteller.

Tipps für die Entwicklung einer Content Marketing Strategie

Die Entwicklung einer Strategie kann je nach der Unternehmensgröße verschieden lang dauern. Folgende Schritte sollten dabei beachtet werden.

  • Ziele & Zielgruppen: Zum Beginn muss unbedingt der Kunde im Mittelpunkt stellen. (Angler-Fisch Perspektive beachten)
    • Wer ist die Zielgruppe?
    • Welche Themen interessieren die Zielgruppe?
  • Analyse:
    • Stärken betrachten (Was wissen unsere Mitarbeiter?)
    • Schwächen („langweiliges“ Produktumfeld kann eine Chance sein, Rückhalt in der Geschäftsführung, Image, Ressourcen, Glaubwürdigkeit)
    • Wettbewerb (Wie stark ist der Wettbewerb? Welche Nischen existieren?)
  • Optionen:
    • In dieser Phase ist alles erlaubt und erforderlich! Bewertet werden die Optionen in der nächsten Phase.
  • Bewertung:
    • Bewertungsmatrix erstellen (x = Kompetenz der Marke, y = Interesse der Community)
    • Keywordliste erstellen und mit SEO-Tools bewerten (Chancen, Wettwerb, Suchvolumen)
  • Themenplan:
    • Themenfelder ordnen
    • Resscourcen hinterlegen
    • Kanäle zuordnen (nicht alle Posts sind für alle Kanäle geeignet)
    • Zuständigkeiten definieren
    • Basis für Redaktionspläne
  • Content Produktion:
    • Bild
    • Bewegtbild / Video
    • SEO
    • Storytelling
  • Content Verbereitung:
    • SEO
    • Social Media
    • Social Ads
    • Seeding
    • Newsletter
  • Content Managment:
    • Orga
    • zentrale Aufbereitung
    • Redaktionsplanung
    • KPI Reporting
  • KPI:
    • Reichtweite: Page Impressions, Leads
    • Sichtbarkeit: Keyword-Entwicklung, Incoming,
    • Social Media: Fans, Follower, Reichweite, Interaktionen, Mentions
  • Reporting

Fazit Content Marketing:

  • Lassen Sie sich nicht verunsichern. Grundsätzlich ist das Thema nicht neu.
  • Richten Sie sich am Costumer Journey aus.
  • Arbeiten Sie immer eng am Kunden!!! Nehmen Sie die Fisch-Perspektive ein.

Best Practise Beispiele:

Links zum Veranstalter FutureBiz:

Literatur-Liste „Content Marketing“:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s